Ein unvergessliches Wochenende mit Genialsozial

Am Wochenende vom 28.02. - 02.03.25 hatte ich, Julia Höhne, die großartige Möglichkeit, an der Jurytagung von Genialsozial im Jugendgästehaus Liebethal teilzunehmen. Für alle, die Genialsozial noch nicht kennen, das ist ein einzigartiges soziales Projekt. Dabei gehen Schülerinnen und Schüler einen Tag lang arbeiten und spenden ihren Lohn an Menschen, die unsere Unterstützung dringender brauchen. Diese Initiative zeigt, wie viel wir gemeinsam bewegen können, und das begeistert mich jedes Jahr aufs Neue.

Ein besonderer Teil der Tagung waren die spannenden Workshops über Kapitalismus und Kommunismus und wie sich diese Wirtschaftssysteme auf Entwicklungsländer auswirken. Es war unglaublich interessant zu erfahren, welche globalen Zusammenhänge bestehen und wie wirtschaftliche Strukturen das Leben von Millionen Menschen beeinflussen. Ich habe so viel gelernt und fand es beeindruckend, wie tiefgehend wir diskutiert haben.

Natürlich stand an diesem Wochenende die wichtigste Aufgabe im Mittelpunkt, nämlich die Auswahl der Projekte, die durch Genialsozial gefördert werden. Insgesamt wurden sechs wundervolle und bedeutende Projekte vorgestellt. Alle hätten es verdient, unterstützt zu werden, doch am Ende konnten nur drei eine Förderung erhalten. Die Entscheidung fiel durch eine demokratische Abstimmung, und ich kann sagen, dass die Wahl alles andere als leicht war.

Das erste geförderte Projekt setzt sich für den Schutz der indigenen Palawan auf den Philippinen ein. Diese Gemeinschaft lebt seit Jahrhunderten im Einklang mit der Natur in einem der letzten unberührten Regenwälder der Welt. Doch genau dieses Gebiet ist bedroht, denn Großkonzerne haben es auf die wertvollen Bodenschätze abgesehen und wollen den Regenwald roden, um Zink abzubauen. Das hätte katastrophale Folgen für die Umwelt, nicht nur für den Wald, sondern auch für die Landwirtschaft auf der Insel und das fast unberührte Korallenriff vor der Küste. Das Projekt kämpft dafür, dass 80.000 Bäume nicht gefällt werden und dass die indigene Bevölkerung ihr Zuhause und ihre Lebensweise behalten kann. Gleichzeitig wird vor Gericht gegen die Konzerne gekämpft, um die Natur und die Rechte der Menschen zu schützen.

Das zweite Projekt widmet sich dem Zugang zu sauberem Trinkwasser. Wasser ist ein Grundrecht, doch leider haben nicht alle Menschen die Möglichkeit, jederzeit sicheres Wasser zu nutzen. In einem Dorf in Peru soll eine neue, nachhaltige Wasserversorgung entstehen. Durch den Bau einer stabilen Wasserpumpe und neuer hochwertiger Leitungen kann das gesamte Dorf zuverlässig mit sauberem Wasser versorgt werden. Besonders toll ist, dass die benötigten Rohstoffe direkt vor Ort bezogen werden, sodass nicht nur die Wasserversorgung gesichert wird, sondern auch die Wirtschaft des Dorfes davon profitiert. Dieses Projekt verbessert das Leben vieler Menschen und sorgt für eine nachhaltige Veränderung.

Das dritte Projekt soll den Bau eines neuen Schulgebäudes in Kenia ermöglichen. In der Ukumbi Wa Mwanga gibt es eine Schule, für die nun ein neues Gebäude entstehen soll. Dort wird es eine Bibliothek, eine Kantine und einen sicheren Lernraum geben, damit die Kinder bestmöglich lernen können. Besonders schön ist, dass in dem neuen Gebäude auch Musikinstrumente zur Verfügung stehen sollen. Langfristig soll die Schule ein Ort werden, an dem Bildung, Gemeinschaft und Kreativität gefördert werden.

Ich bin unglaublich glücklich und dankbar, dass ich Teil dieser Jurytagung sein durfte. Es war beeindruckend zu sehen, wie viele großartige Projekte weltweit existieren und wie Genialsozial dazu beiträgt, echte Veränderungen zu bewirken. Natürlich hätten alle sechs vorgestellten Projekte eine Förderung verdient, doch ich bin mir sicher, dass auch die nicht gewählten Initiativen einen Weg finden werden, ihre Visionen umzusetzen.

Ich bin besonders stolz darauf, dass meine Schule an einem so tollen Projekt teilnimmt. Zu wissen, dass wir als Schülerinnen und Schüler aktiv etwas bewirken können, motiviert mich ungemein. Genialsozial ist ein Projekt, das Hoffnung gibt, Menschen verbindet und zeigt, wie viel wir gemeinsam erreichen können. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Jahr, denn jedes Engagement zählt.

Julia Höhne

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